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Die neuen Foto-Kalender 2012 sind da !
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Es gibt 3 Versionen.
Aktuelle Motive von "Nenderoth und Umgebung",
Bestellung bei:"historische Bilder von Nenderoth" "Erinnerungen an die Ulmtalbahn". Hochglanz-Fotopapier. Format DIN A4. Preis: 6,00 Euro/Stück. Wolf Kirchschlager (wkirchschlager@online.de) oder Tel.: 06477/1277 |
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Gemeinsamer Kurs der VHS-Dillenburg und der Nenderother-Heimatstube am 29.10.2011 im Backes. Motto: "Backen wie Anno Dazumal" |
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Die Seite "Ortsgeschichte" enthält Auszüge aus der Nenderother Orts-Chronik mit " Gerichtswesen", " Schulwesen"und " Kirchengeschichte". Die Ortsgeschichte wird sukzessive um weitere Kapitel ergänzt. Auf der Seite "Nachrichten" finden Sie in unregelmäßigen Abständen Original-Artikel der Zeitung für das Dillthal aus dem Jahr 1886, oder Texte aus anderen Quellen vergangener Zeiten. |
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Das Rühle-Buch online bestellen ! "Wäj mihr häj schwäzze, gitt kaan Minsch naut uh!" (Wie wir hier sprechen, geht keinen Menschen nichts an !) Ludwig Rühle und sein Nenderoth in Gedichten
Herausgegeben von Johann Peter. Erschienen im Oktober 2004, 142 Seiten, 18
historische Fotografien, fester Einband, 210 x 150 mm,
Preis 13,95 Euro + Versandkosten.
Hinweis:In der freien Internet-Enzyklopädie
www.wikipedia.org findet man einen
Artikel über Ludwig Rühle und seine Werke !
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Zu Beginn der Dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts erschienen drei schmale Bände mit Gedichten in mittelhessischer Mundart. Sie hoben sich wohltuend ab von der Volkstümelei und Blut-und-Boden-Mystik, die für die Heimatliteratur jener Tage kennzeichnend war. Die Arbeit auf den Feldern im Wechsel der Jahreszeiten, Alt und Jung, Charaktere und Originale, Freud und Leid – die breite Palette dörflichen Lebens wurde hier in lebensfrischen Farben gemalt, mit Einfühlsamkeit und tiefem Verständnis, mit nuancenreicher Sprache und realistischem Scharfblick, mit launigem Humor, bisweilen auch einem Sinn fürs Groteske. Immer aber sprechen diese Texte von der unauslöschlichen Liebe, mit der ein Mensch sein erstes Erleben von Heimat bewahrt hat. Nach 1945 waren diese Gedichte weitgehend vergessen, ihr Verfasser, Ludwig Rühle, hing in seinem bürgerlichen Brotberuf fest, und wer den Verlagen hessische Mundart anbot, hatte allenfalls dann eine Chance, wenn er auf Blauen Böcken einritt. Der Dichter aus Nenderoth, der davon geträumt hatte, daß er ein zweiter Peter Rosegger würde, starb 1967 in Weilburg, nachdem er im Alter noch einmal an den Traum seiner Jugend hatte anknüpfen wollen. Weitere kleine Bände waren erschienen, deren Bestes freilich der frühen dörflichen Phase entstammt. Und das Dorf, dem er ein solch liebenswertes Denkmal gesetzt hat, dankt seinem Dichter. Es hält ihm die Treue; sein Name ist nicht vergessen, noch weniger sind es seine Gedichte. Mehr noch – wir glauben, daß wir in Nenderoth eine literarische Kostbarkeit hüten, ein ganz eigenes, authentisches Zeugnis einer versunkenen Zeit, die uns doch immer noch, dank der Gestaltungskraft unseres Dichters, mit frischem Atem anweht. Und daß wir die Pflicht haben, diesen Schatz mit allen Freunden von Dichtung und Mundart zu teilen. In diesem Sinn haben wir eine Auswahl aus den Gedichten von Ludwig Rühle getroffen, sie mit einleitenden Worten und, wo nötig, Erläuterungen versehen, auch an Fotos aus unserer anderen Schatzkammer (oh, wir hüten noch manches!) haben wir nicht gespart. Wir freuen uns daher, das Buch: „Wäj mihr häj schwäzze, gitt kaan Minsch naut uh!" im Oktober 2004 auf die Reise durchs Hessenland - und wer weiß, wohin sonst - schicken zu können. Und wir bitten darum, es freundlich aufzunehmen und den Titel vor allem nicht wörtlich zu nehmen. Johann Peter, Autor Leseproben:
„Weißt du noch, wie der....“ So fangen Geschichten an, die eine dorfbekannte Person zum Gegenstand haben und an deren Ende gelacht werden darf. Oft mischt sich Schadenfreude ins Lachen, manchmal Selbstironie, denn der Belachte spiegelt eigene Schwächen. Manchmal würzen Schalk und Komik die Pointe, dann wieder mündet die Erheiterung in Nachdenklichkeit, jenem Nachschmecken der Tiefe im Witz, die das Lachen mit dem Philosophieren verbindet.
Die Akteure dieser Geschichten sind Nachbarn, Menschen wie du und ich, mit einem kleinen, aber entscheidenden Unterschied - sie haben Einzug gehalten ins kollektive Gedächtnis des Dorfes, Abteilung Kuriosa und Käuze. Bestimmte Merkmale prädestinieren einen für diese Ehre, denn eine Ehre, mit welchem Vorzeichen auch immer, ist es allemal, wenn noch Generationen von Nachgeborenen bei der Erwähnung eines gewissen Namens schmunzelnd oder bewegt die passende Geschichte servieren.
Körperliche Auffälligkeiten, auch Gebrechen, ausgeprägte Charaktereigenschaften, ungewöhnliche Handlungen, ein anrührendes Schicksal - aus solchem Stoff sind die Helden dieser Geschichten gestrickt. Wachsen sie über das Normalmaß der Dorfbewohner hinaus, werden sie balladen - oder hymnenverdächtig - und gehören eigentlich nicht mehr dazu.
Das Dorf ist eine kleine Welt, sie wahrt ihre Proportionen. So findet man kaum Helden im klassischen Sinne, dafür umso mehr Querköpfe, Dickschädel, Eigenbrödler, kurz, Originale zuhauf. Die Mundartdichtung hat zu ihnen immer ein inniges Verhältnis gehabt, erschafft sie doch ihre Gestalten, wie Gott der Herr dies einst tat, aus dem Matsch vor der Haustür.
Und wenn sie dann so erdhaft ungeschminkt zu Papier gebracht sind, wird wohl niemand erwarten, daß sie hochdeutsch parlieren und Schnupftücher schwenken. Allerlei Töne kann man dieser Sprache ablauschen, derbe und solche, die von rührendem Zartgefühl sind, aber man wird keinen darunter hören, der unecht oder anmaßend klingt. Zumindest nicht bei Ludwig Rühle.
Andere, die später im Blut-und Boden-Schwulst der Nazis versumpften, hielten dies anders. Doch dazu wurde schon etwas gesagt.
Und einer zweiten Versuchung hat Rühle getrotzt. Er benutzt seinen Witz, um Tiefe mit Leichtheit zu würzen, nicht aber, weil ihm an billigem Lacheffekt liegt. Auch in dieser Hinsicht haben es viele anders gehalten und so, mag sein, ohne Absicht, die Mundart immer mehr zur Karnevalsnummer gemacht.
Was uns hier vorgestellt wird, ist aus edlerem Holze geschnitzt. Freuen wir uns daran, daß die Konturen so scharf und unverfälscht sind, und vor allem, daß es trotz langer Jahre dazwischen, immer noch lebt.
Blanke - Lattenzaun, pleckt Selot - pflückt Salat, Moussei - Sieb zum Gemüsewaschen, herbt de Saas - dengelt die Sense, Hotte - leere Hüllen, Wäd - Röhrenbrunnen, bei dem das laufende Wasser in großen gußeisernen Becken aufgefangen wird, zoppelt dr Kouh noch u de Striche - melkt die Kuh, Waaner - Wagner, Stellmacher, s Bortmesser off m Lärrer - das Bartmesser auf dem Leder, Bollsode - Palisaden, hoher Gartenzaun aus Latten oder Stangen, Koihert - Kuhhirte. |
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