Inhaltsverzeichnis    Leonhard Hörpel    Startseite




Aus urheberrechtlichen Gründen haben wir die Artikel von Leonhard Hörpel aus dem Netz genommen. Interessenten können jedoch die im Inhaltsverzeichnis aufgelisteten Artikel bei uns einsehen.



HörpelLeonhard Hörpel wurde am 12. Februar 1887 in Wiesbaden geboren. Nach dem Schulbesuch absolvierte er eine Lehrerausbildung und legte in den Jahren 1907 und 1909 in Usingen seine 1. und 2. Lehrerprüfung ab. 1912 folgte in Kassel das Mittelschullehrerexamen. Danach wirkte er zunächst als Dorfschulmeister in Arborn. Zum 1. April 1914 trat er in den Schuldienst der Stadt Frankfurt ein, wo er anfänglich an der Linne`schule, seit Beginn des Jahres 1918 für ein Viertel Jahr an der Bornheimer Mittelschule, danach an der Weidenborn-Mittelschule tätig war, deren Leitung ihm nach einem halben Jahr übertragen wurde. 1947 beauftragte man ihn mit der kommissarischen Leitung einer Magistratsschulratstelle. Ein Jahr später erfolgte seine Ernennung zum Magistratsschulrat und 1950 zum Obermagisratsschulrat.

Nach seiner offiziellen Zurruhesetzung zum 1. Juli 1952 blieb er noch bis zum 31. März 1953 im Amt. Am 13. Juli 1954 verstarb Leonhard Hörpel in Frankfurt im Alter von 67 Jahren.

Die nur wenigen Jahre seines Arborner Wirkens waren entscheidend für die Entfaltung seiner heimatgeschichtlichen Interessen und gaben die Richtung seiner späteren geschichtlichen Forschungen vor.

Zahlreiche Arbeiten Hörpels gelten der Herrschaft Beilstein, darüber hinaus schuf er einige umfangreiche Ortschroniken. Neben kirchen- und schulgeschichtlichen Themen lag ein Schwerpunkt seiner Arbeiten auf der Wirtschaftsgeschichte des Westerwaldes. Aufsätze über das heimische Mühlengewerbe, über Weinbau, Branntweinbrennereien und Bierbrauereien, über den Kartoffel- und Tabakanbau, die Pferde-, Schaf- und Ziegenzucht sowie die Bewirtschaftungsformen in der Landwirtschaft, sind heute noch richtungsweisend und beeindrucken in ihrer lebendigen und detaillierten Darstellungsform.

Alle seine Arbeiten beruhten auf einer umfassenden Kenntnis der nassau-oranischen Geschichte. Hörpel war ein geschätzter Mitarbeiter der Nassauischen Heimatblätter, der Heimatbeilagen des Weilburger Tageblattes und der Dillzeitung, des Westerwälder Schauinsland, dem Nassauischen Heimatkalender und anderer Zeitungsorgane. Aufgrund seiner Verdienste um die Heimatforschung berief man ihn in die Historische Kommission für Nassau.

Bis heute ist sein umfangreiches Werk, das sich auf einen relativ begrenzten Bereich des südöstlichen Westerwaldes bezieht, unübertroffen und wird auch sicher noch lange Zeit eine der wesentlichsten Quellen für die Heimatforschung in diesem Gebiet darstellen.

Die zahlreichen, teils weitverstreuten Aufsätze, die Leonhard Hörpel seit den 20er Jahren veröffentlicht hat, werden vom Verein "Nenderother Heimatstube" gesammelt, um sein Gesamtwerk zukünftig allen Interessenten zugänglich zu machen.